VERSTORCHT
In der Sauna schwitzte die Wahrheit einen elenden Gestank. Endlich hingen die Brüste und die Schwänze verkrochen sich hinter die Eier und heulten. Dann stakste der Typ mit den Storchenbeinen zur Tür raus, also der, den wir immer verarschen, was ja klar ist, weil solche Beine gehen gar nicht. Und da lachten wir noch, weil er so stakste und der Storch lachte auch, aber von draußen und verriegelte die Tür.
Der Hund übergab sich geräuschvoll in die Mitte des Raumes. Das Erbrochene fing an zu blubbern und wir rösteten Marshmallows über den Dämpfen.
Der Hund schleckte alles wieder auf. Braver Hund!
Der Storch draußen lachte sich tot, weil wir Deppen immer noch nicht bemerkt hatten, dass er die Tür verriegelt hatte. Erst als die Dicke mit den hängenden Brüsten zur Tür ging, war das Desaster klar.
Der Storch erhöhte die Temperatur, die Brüste und Lümmel verdampften in ihrer hängenden Herrlichkeit. Der Storch klapperte gegen die Tür: Verdampfen sollt ihr, storchenfeindliches Pack, dabei hättet ihr wissen müssen: Der Storch ist ein Feind der Sauna von altersher! Er wird es den Saunisten zeigen! Werdet ihr schon sehen. Der Storch fraß erst die ausgeschwitzte Wahrheit, dann den Hund mit dem Erbrochenen, das erstaunlich gut schmeckte. Dann verriegelte er alle Türen und ging die Kinder bringen.

Die Bandwurmsippe

Die Bandwurmsippe

 

5 m³ Beton sind echt ne tierische Dröhnung!, sagte er und jagte sich eine gigantisches Klistier das Rektum hoch.

Danach wünschte er sich dass dieser Anfang bereits das Ende wäre.

Dieser Wunsch musste allerdings unerfüllt bleiben, da der Kreis von Mitdröhnenden in dem er sich befand auf eine Fortsetzung drängte. So war es letztlich gleich, ob er wollte oder nicht: Zu seinem zweifelhaften Glück wurde er gezwungen.

„Also“, sprach er , „lieber ein Ende mit Schrecken als gar kein Beton.“ Und mit diesen Worten auf den Lippen biss er sich auf die selbigen und ertrug die vielfältigen aber schmerzhaften Gefühle seines Unterleibs wie ein Mann den sie „Pferd“ nannten.

Nicht ahnend, dass die Bandwurmisppe die seine Därme bewohnten bereits Vorkehrungen für eine derartige Invasion ihres Lebensraumes getroffen hatte. Der zweite Ausgang war fast fertig gestellt, die letzten Millimeter waren im Begriff gefressen zu werden. Der Durchstoß war fast geschafft.

Die Bandwurmsippe fraß sich durch das linke Auge und kullerte wie eine Träne seine hässlichen Wangen hinab. Er blickte in einen Sonnenuntergang.

Der Beton schoss durch das Auge hinterher und baute den Würmer eine bequeme Burg ins Nichts, das sich als Sonne tarnte.

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Aimonsfeu

Aimonsfeu!

 

Als Horst aufwachte waren die Aimonsfeu schon in seinem Maule. Er wollte nachsehen wie viel Uhr es war, konnte aber seine arme nicht bewegen. Er sprang auf,

stellte sich seitlich vor den Spiegel und versuchte so die uhr an seinem Handgelenk abzulösen. Nur trug er nie eine, was ihm erst einfiel nachdem er eine halbe Stunde danach gesucht hatte.

Leichtsinnigerweise hatter er sie für eine handvoll Diamanten verhökert, die jetzt den Platz seiner Vorderzähne einnahmen. Keine schlechte Idee an sich, wenn man gerade sein Portemonaie vergessen hatte, konnte man sich sein Zahlungsmittel aus dem Mund nehmen. Was aber hinfällig wurde angesichts der ihre Aufgabe zu erfüllen unwilligen Arme.

Am liebsten hätte er sich beide abgehackt, da er aber nur einen Arm abhacken konnte, während der andere zwangsläufig am Rumpf bleiben müsste, ließ er von seinem Vorhaben ab: Er bevorzugte es, seine Pläne ganz auszuführen, andernfalls erschienen sie ihm nicht erstrebenswert.

Aber was war in dieser Welt noch erstrebenswert? Welche Chancen, welche günstigen Gelegenheiten konnte er schon noch ergreifen, so ganz ohne Aimonsfeu. Es müsste etwas geschehen, entschied er. Und zwar bald.

Er beschloss auf die Straße hinauszugehen und den nächsten Passanten darum zu bitten ihm die lästig schlaffen Gliedmaßen auf dem Rücken zusammenzuknoten, so dass sie zumindest aus seinem blickfeld verschwunden wären. Als er die Wohnung verließ stürzte er die Treppe hinab…

..brach sich beide Arme. Aimonsfeu! Schrie er vor Freude, nuckelte an seinen Fingern ohne etwas zu verspüren. Er hatte verlernt ein Baby zu sein, die Tür nehmend, dabei Diamanten verschluckend, einen Passanten mit einem kind seine Diamanten schenkend, dieser ihm dafür die Arme endlich abhackend.

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